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CALOSTAT®

Die schlanke Art zu dämmen

Eine gute Gebäudeisolierung leistet viel: Sie hilft nicht nur beim Energiesparen, sondern fördert auch den Brandschutz. Das siliziumbasierte Dämmmaterial CALOSTAT® von Evonik vereint beide Eigenschaften optimal – und punktet darüber hinaus mit einer schlanken, variabel einsetzbaren Form.

Das eigene Zuhause ist oft ein Energiefresser: Aktuell werden 28 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs in Häusern und Wohnungen verursacht. In der Europäischen Union soll sich das ändern: Nach der EU-Gebäuderichtlinie aus dem Jahr 2010 sollen sich ab 2021 alle Neubauten nahezu auf dem Niveau von Null-Energie-Häusern befinden. Ein Null-Energie-Haus produziert die Menge an Energie – zum Beispiel durch Fotovoltaikmodule auf dem Dach –, welche seine Bewohner verbrauchen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss der PrimärenergiebedarfDas ist die Energiemenge, die aus fossilen Quellen gewonnen werden muss, um die Gebäude mit Strom und Wärme zu versorgen von Gebäuden deutlich sinken. In Deutschland könnte sie laut einer Studie des Bundesumweltamts im Vergleich zum Jahr 2016 um 80 Prozent verringert werden. Unter zwei Bedingungen: Die Energieversorgung stammt aus erneuerbaren Quellen – und die Gebäude werden gründlich wärmeisoliert.

Hitze und Kälte bleiben draußen

Für eine effektive Dämmung ist die Wärmeleitfähigkeit des eingesetzten Materials entscheidend. Hier gilt: Weniger ist mehr – leitet der Dämmstoff weniger Wärme, ist die Wohnung umso besser isoliert. Deshalb hat Evonik schon früh damit begonnen, ein Dämmmaterial mit minimaler Leitfähigkeit zu entwickeln. Vor drei Jahren schafften die Entwickler den Durchbruch mit CALOSTAT®, einer Wärmedämmung aus Siliziumdioxid.

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W/(m•K) beträgt die Wärme­leit­fähigkeit von CALOSTAT®. Sie liegt damit deutlich niedriger als bei herkömmlichen Dämm­stoffen.

Durch eine einzigartige Kombination von Materialeigenschaften werden völlig neue und leistungsfähige Dämmsysteme möglich, die durch einen effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen und hohe Umweltverträglichkeit überzeugen. Das hat auch das US-amerikanische Products Innovation Institute anerkannt und CALOSTAT® mit dem Cradle to Cradle Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Bewertet wurden dabei die ökotoxikologischen Eigenschaften der eingesetzten Rohstoffe und Prozesschemikalien, die Kreislauffähigkeit des Produkts, die Nutzung von erneuerbaren Energien und der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser während der Produktion sowie die Einhaltung von sozialen Standards. „Wir beobachten, dass die Nachfrage nach ökozertifizierten Produkten im Baubereich steigt. Seit der Markteinführung von CALOSTAT® vor drei Jahren erreichen uns regelmäßig Anfragen von Bauherren und Architekten, die mit dem nachhaltigen Superisolationsmaterial arbeiten wollen“, berichtet Frank Gmach, der im Bereich Strategy and New Growth Business von Resource Efficiency das Marketing für CALOSTAT® verantwortet.

Kühl im Sommer

Die Leitfähigkeit einer Platte aus CALOSTAT® ist sehr gering. Ein mit CALOSTAT® isoliertes Haus ist daher im Winter hervorragend vor Kälte geschützt. In den Sommermonaten hingegen hält die Dämmschicht die Hitze draußen – es bleibt auch bei hohen Temperaturen angenehm kühl.

Die Wärmeleitfähigkeit von CALOSTAT® hängt kaum von der Temperatur ab. Es bietet deshalb Schutz auch bei sommerlichen Temperaturen.

Diese starke Dämmleistung wirkt sich so positiv auf den Energieverbrauch aus: Da weniger Wärme nach draußen dringt, muss auch weniger geheizt werden. Und im Sommer spart man Strom, da man Klimaanlage und Ventilator seltener nutzt. Stammen Strom und Heizwärme aus fossilen Quellen, schont eine Wärmedämmung mit CALOSTAT® damit aktiv die Umwelt.

CALOSTAT® brennt nicht und schimmelt nicht

Nachhaltigkeit und Effizienz sind jedoch nicht die einzigen Eigenschaften, die gutes Dämmmaterial in sich vereint. Mindestens genauso wichtig ist der Faktor Sicherheit und Brandschutz. So können Isolierungen aus organischen Polymeren die Ausbreitung von Feuer beschleunigen – der verheerende Brand eines Hochhauses in London im Juni 2017 hat gezeigt, was die Wahl des falschen Dämmstoffes anrichten kann.

CALOSTAT® hingegen dient als Riegel, der keine weitere Ausbreitung von Bränden zulässt. Das Material wird in die Baustoffklasse A eingestuft: nicht brennbar. Verantwortlich dafür ist seine mineralische Natur. Nicht umsonst wird der Grundstoff der Dämmplatte, eine Kieselsäure, seit Langem zur Isolation von Cerankochfeldern in Richtung Arbeitsplatte und Kabeln in Herd und Ofen verwendet.

Konventionellen Dämmstoffen ist CALOSTAT® somit doppelt überlegen: Zum einen verfügt es über eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als beispielsweise Perlit, Mineral- oder Glaswolle – und damit über eine bessere Dämmleistung. Zum anderen ist es im Gegensatz zu Stoffen wie Polystyrol nicht brennbar.

In Dicken von 20 bis 50 Millimetern liefert Evonik Dämmplatten aus CALOSTAT®. Sie kombiniert einen hohen Dämmwert mit hoher Brand- und Druckfestigkeit.
Die Vormauersteine wurden mit CALOSTAT® befüllt.

CALOSTAT® ist vielseitig anwendbar: als Kerndämmung in tragenden Außenwänden, zur Innendämmung und als Isolationsschicht in Fassaden und Betonsandwichelementen. Zudem lässt es sich mit nahezu allen Baumaterialien problemlos kombinieren.

Granulat für Reaktoren

Künftig soll das Material auch als Granulat angeboten werden. Damit lassen sich Hohlräume befüllen, um zum Beispiel Reaktoren oder Warmwasserspeicher zu isolieren. Das Entwicklerteam von Evonik arbeitet mit Hochdruck daran, dass CALOSTAT® auch als Granulat den höchsten Anforderungen entspricht.

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