Energetische Sanierung einer Doppelhaushälfte

Referenzobjekte


Wie eine über 60 Jahre alte Doppelhaushälfte in Augsburg zur energetischen Vorreiterin wurde


CALOSTAT® - Case Study Gaube Einfamilienhaus

Objektbeschreibung: Eineinhalb geschossige Doppelhaushälfte eines Siedlerhauses in Augsburg

Baujahr: 1954 

Sanierung: 2019

Leistung: Dämmung der Gaubenwände nach KfW-Vorgaben mit CALOSTAT® Sandwich MW-F 50

Ausführendes Unternehmen: Holzbau Hillebrand, Gersthofen

Architekt und Energieberater: Architekturbüro Haas, Gersthofen 

Auf den ersten Blick sieht man der Doppelhaushälfte ihre Besonderheit nicht an. Dennoch beinhaltet sie etwas ganz Neues: das Siedlerhaus bekam bei der Sanierung und Dämmung des Daches die ersten mit CALOSTAT® gedämmten Gauben. „Besser und moderner kann man eine Gaube nicht dämmen“, freut sich Armin Haas, der als Architekt und Energieberater die Eigentümer bei der umfassenden Renovierung beraten hat.

Das eineinhalb geschossige Haus stammt aus den 1950er Jahren und wurde im Laufe der Zeit immer wieder einmal renoviert und erweitert. Aber nun war es an der Zeit, das gesamte Haus zu sanieren. Die Elektrik wurde erneuert, ebenso die Wasserrohre und Badezimmer. Das Dach wurde neu gedeckt und gedämmt. Eine neue sparsame Heizung und ein Belüftungssystem mit Wärmerückgewinnung helfen zudem Energie zu sparen. 

Energieeffizienzexperte Haas erläutert: „Wir haben auf Qualität und Ökologie geachtet. Das Dach dämmen wir mit Holzfaserdämmplatten und Mineralwolle zwischen den Sparren.“ Die Seiten der Dachgauben gaben nicht viel Platz her, so dass zunächst Polyurethan als Dämmmaterial vorgesehen war, um den von der KfW geforderten U-Wert von mindestens 0,2 W/m²K zu erfüllen. Da stieß Andreas Haas, ebenfalls Architekt und im Büro seines Vaters aktiv, auf CALOSTAT® von Evonik. Mit seinem hervorragenden Dämmwert erreicht das innovative Material den geforderten U-Wert mit zwei Lagen des Typs CALOSTAT® Sandwich MW-F 50.

Andreas Haas: „Damit stehen wir vom Dämmwert her nun sogar besser da, als mit den PU-Platten. Besonders gefällt uns, dass das Material so effizient und dabei auch nachhaltig ist. Ein mineralischer und recycelbarer Dämmstoff – das ist echt stark.“

Geliefert wird das vielfach ausgezeichnete Material auf Paletten. Für die beiden Gauben der Doppelhaushälfte genügte eine Palette mit 19 Dämmplatten in den Maßen 100 x 60 cm. Auf der Baustelle wurden die Platten vom Team von Holzbau Hillebrand aus Gersthofen verarbeitet. Der Zuschnitt erfolgte einfach per Stichsäge mit einem Wellenschliffmesser. Die Platten lassen sich leicht handhaben. „Wenn man die Naht zwischen der Mineralwolldeckschicht und dem CALOSTAT® beachtet, lassen sich auch kleinere Zuschnitte gut verwenden“, stellte Hubert Zerrle, Zimmermann bei der Firma Hillebrand fest. Für den Einsatz an schwierig zu dämmenden Stellen ist es wirklich ideal.“ 

Grundsätzlich stellen Gauben in vielen Fällen einen Bereich an einem Gebäude dar, der die Dämmung vor besondere Herausforderungen stellt. Architekten stehen vor dem Dilemma, dass bei einer guten Dämmung, die dem Dämmwert des Daches entspricht, viel Platz verloren geht. Platz, der aber gerade durch die Gaube entstehen soll. Außerdem würde eine dicke Dämmung den Lichteinfall deutlich beeinträchtigen. Daher sind Gauben ein idealer Ort für Hochleistungsdämmstoffe.

CALOSTAT® kann mit einem weiteren Vorteil punkten: Die Dämmleistung von CALOSTAT® ist im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen nämlich temperaturunabhängig, was gerade auf einem Dach mit viel direkter Sonnenstrahlung und damit verbundener Erwärmung entscheidend zum sommerlichen Wärmeschutz beitragen kann.

Für die Eigentümer des Hauses im sonnigen Schwaben war diese Tatsache ein weiteres Argument für CALOSTAT®. Die Eigentümer freuen sich über ihre schlank und nachhaltig gedämmten Gauben und das schöne und sparsame Siedlerhaus. Das Außenbild des Hauses wurde erhalten und nach innen ist kein Platz verloren gegangen.