Referenzobjekte

Schlank und sicher auch auf dem Dach

In Wien wurde das Dach des Palais Pálffy, dem Sitz der OSZE, saniert.

Projekt: Sanierung der Dachisolierung und Dachdämmung des Palais Pálffy, Hauptsitz der OSZE in Wien

Baujahr: 1809 – 1813

Sanierung des Daches: 2019

Planung: e f s t u d i o ZT GmbH

Ausführendes Unternehmen: Ing. Hans Drascher Ges. m. b. H., Wien

Leistung: brandsichere und platzsparende Dämmung der Randbereiche des Daches mit CALOSTAT® Pure 40, teilweise 2lagig

Im 1. Wiener Gemeindebezirk im Palais Pálffy hat das Generalsekretariat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) seinen Hauptsitz. Das Gebäude in der Wallnerstraße wurde zwischen 1809 und 1813 im Auftrag von Johann Graf Pálffy von Erdöd nach Plänen des Architekten Charles de Moreau erbaut. Das Gebäude wirkt im Vergleich zum daneben liegenden Palais Caprara eher einfach und nüchtern. Dennoch zählt es zu den bedeutendsten klassizistischen Stadtpalästen Wiens. Es ist ein breit gelagertes Eckhaus mit leicht geknickter Fassade. Auch einige der repräsentativen Innenräume wie der Festsaal von 1818 sind trotz der vielen Besitzerwechsel und verschiedener Verwendungen erhalten geblieben.

Bereits 2007 wurde eine Generalsanierung durchgeführt und im Innenhof wurden Flächen um einen Anbau ergänzt. 2019 musste das Dach mitsamt der Dämmung jedoch erneut saniert werden, da Schäden an der Dachabdichtung des Gründachs festgestellt worden waren. Die verbaute Zwischensparrendämmung musste zudem weichen. Die Aufsparrendämmung wird von vielen Experten als die beste und sicherste Art angesehen ein Gründach auszuführen. Somit und auf Wunsch des Bauherren wurde bei der Sanierung die Dämmung auf die Schalung verlegt. Dies stellte die Planer vor die Herausforderung, bis an die vorhandenen Anschlussdetails die neuen Dämmpakete heranarbeiten zu können. Durch eine geschickte Dämmstoffplanung des Planungsbüros und Abstimmung mit den Dämmstoffherstellern konnten die geringen Anschlusshöhen aber mit dem Hochleistungsdämmstoff CALOSTAT® wieder angepasst werden.

„Im 1. Wiener Gemeindebezirk gelten strenge Brandschutzvorgaben“, erklärt Bauingenieur Oliver Jung, der das Projekt für Evonik begleitet hat. „Es dürfen nur nicht brennbare Materialien, also mindestens der Baustoffklasse A2, eingesetzt werden.“ An Stellen mit mehr Platz wurde daher eine Schaumglasdämmung mit einem Lambdawert von 0,037 W/(mK) verwendet. Ringsherum an den Rändern wurde CALOSTAT® Pure mit einem Lambda von 0,020 W/(mK) in Stufen ein- und zweilagig in Dicken von 40 bzw. 80 mm verlegt, weil dort wenig Platz zur Verfügung stand. Jung resümiert: „Für den Bauherrn ist diese Kombination zweier mineralischer, nicht brennbarer Dämmmaterialien eine gute Wahl. Besonders CALOSTAT® punktet erneut mit der einmaligen Verbindung aus herausragend guter Dämmleistung und Sicherheit. Mit CALOSTAT® muss man keine Kompromisse bei der Dämmung mehr machen, auch wenn der Platz knapp ist.“

CALOSTAT® Pure 40 wurde ein- und zweilagig auf dem Dach verlegt

Auf die mit Bitumenbahnen abgedeckten Platten aus CALOSTAT® Pure wurde anschließend die Schaumglasdämmung mit Heißbitumen im Verbund aufgebracht und danach wieder begrünt.